Stadtkunst

Wolfgang Herzer
PAREIDOLIEN mit Hammer und Bleistift

Der 1948 in Lübeck geborene Schüler von Jürgen Reipka und Reimer Jochims in München zeigt ein Work in Progress, das 2000 begonnen wurde und heute unter dem Titel Pareidolien/ Trugbilder im Format DinA4 gut tausend datierte Einzelarbeiten konzeptioneller Grafik umfasst , die für Herzer im Sinne von Forschungsberichten Zeit in der Zeit und Wandel und Befindlichkeiten verkörpern.
In seinen surreal anmutenden Berichten aus dem Linienland verwendet Herzer neben dem Leichtgewicht der Bleistifte auch Form und Gewicht eines Hammers, beides einander bewegende Kernmomente der bildnerischen Umriss und – Konsensverschiebung. Die gemeinsamen Formungen und Findungen des
Künstlers werden dabei in Anlehnung an das Kinder, Zeichen – Spiel „Das ist das Haus von Nikolaus“ in die ikonographische Endlosschleife implementiert. „Hammer“ bedingt Betonung der Körperlichkeit. Weiterhin sind hier die unorthodox abstrakten und performativ – gestischen Grundsetzungen der Welteindrücke in zusammenhängenden Formen an den Wänden konfiguriert, sodass diese selbst wieder ein eigenes zusätzliches Momentum werden, unter dem Zeichen von Hammer und Bleistift, damit sich die
Kette der glücklichen Inseln um eine weitere verlängert und die Katze aus dem Sack lässt. Die Formsicherheit dieser Linien reißt einen in den Bann und manch einer mag dabei seinen eigenen Kompositionsgeist schulen.

Vernissage:
26. September ab 18:30 Uhr
Der Künstler ist anwesend.

Ausstellung:
27. September – 11. Oktober 2026

STADTKUNST
Susanna Bauer-Gigglberger
Peter Gigglberger
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