Aktuelles | Ausstellungen Regensburger Galerien

Kunst will gesehen werden.

Die Regensburger Galerienlandschaft ist bunt und vielfältig. Hier finden Sie alle aktuellen Ausstellungen der Regensburger Galerien. Tauchen Sie ein in die lebendige Galerienszene der Stadt, es lohnt sich.

ART AFFAIR
Gruppenausstellung “Farbige Visionen: Künstler der Galerie”
15. April bis 04. Juni 2024

Die Gruppenausstellung “Farbige Visionen: Künstler der Galerie”, die am 15. April 2024 beginnt, erkundet die vielfältigen Interpretationen des Themas “Farbige Visionen”. Andreas Blank, Benjamin Burkard, Aniko Boda, Alex Bars, Anna Bocek, Ralf Koenemann und Alexander Timofeev präsentieren neue Werke, die ihre individuellen Perspektiven auf dieses Thema offenbaren.

Die Ausstellung zeigt einen faszinierenden Dialog zwischen verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen, von skulpturalen Werken über Gemälde bis hin zu experimentellen Techniken, die das Thema der Farben und Visionen auf innovative Weise erforschen. Besucher haben die Möglichkeit, die kreative Vielfalt und die frischen Interpretationen der teilnehmenden Künstler zu erleben und sich von deren einzigartigen Sichtweisen inspirieren zu lassen.

„VIELFÄLTIGE PERSPEKTIVEN: DIE KÜNSTLERISCHE UMSETZUNG VON ‚FARBIGEN VISIONEN‘

Andreas Blank überwindet die Grenzen zwischen Abstraktion und Konzeptualismus in seinen Skulpturen, die durch eine sorgfältige Auswahl und Bearbeitung seltener Steine entstehen. Durch die geschickte Kombination von Materialien und Formen schafft er Werke, die eine subtile, doch kraftvolle Ausdrucksweise innehaben. Diese dynamische Interpretation von Farben und Formen findet eine Resonanz in Benjamin Burkards Gemälden, in denen abstrakte Farbigkeit und gegenständliche Motive miteinander verschmelzen. Seine Werke zeugen von einer tiefen Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz und einer spielerischen Herangehensweise an die Malerei, die historische Verweise und modernes Storytelling geschickt miteinander verbindet.

Aniko Boda und Alex Bär setzen ihre farbigen Visionen in unterschiedlichen Medien um, wobei sie sich auf traditionelle Techniken stützen, um zeitlose Botschaften zu vermitteln. Bodas Trompe-l’oeil-Gemälde reflektieren die Präzision und Detailtreue vergangener Meister, während Bärs Mischtechnik eine Brücke zwischen klassischer Kunstgeschichte und zeitgenössischer Thematik schlägt. Ihre Werke laden den Betrachter ein, die Grenzen zwischen Realität und Illusion zu erkunden und die Schönheit im Detail zu entdecken. Diese künstlerische Sensibilität wird von Anna Bocek aufgegriffen, deren Portraits junger Frauen nicht nur ihre äußere Schönheit, sondern auch ihre innere Stärke und Selbstbestimmtheit einfangen. Boceks Werke stehen im Dialog mit den zeitgenössischen Diskursen über Geschlechterrollen und weibliche Identität und bieten so eine eindrucksvolle Reflexion über die Vielschichtigkeit der menschlichen Erfahrung.

Ralf Koenemann und Alexander Timofeev ergänzen die Ausstellung “Farbige Visionen: Künstler der Galerie” mit ihren einzigartigen künstlerischen Ansätzen. Koenemanns Malerei zeugt von einem kühnen Experimentieren mit verschiedenen Techniken und Materialien, wodurch er eine dynamische, expressive Bildsprache entwickelt. Seine Werke lassen den Betrachter in eine Welt aus Farbe und Bewegung eintauchen, die eine tiefe emotionale Resonanz hervorruft. Auf der anderen Seite führt Timofeev die Tradition der Ölmalerei auf höchstem Niveau fort, indem er meisterhaft Qualität und Virtuosität verbindet. Seine realistischen Figuren wirken oft wie aus einer anderen Welt entsprungen und laden den Betrachter ein, zwischen Wirklichkeit und Magie zu wandeln. Ihre Werke ergänzen die Ausstellung auf faszinierende Weise und bieten eine breite Palette an künstlerischen Ausdrucksformen, die die Vielschichtigkeit des Themas “Farbige Visionen” unterstreichen.

Primavera /
Anna Bocek

„Fernweh“
Peter Lang
6. Juni bis 26. Juni 2024

Island mit seiner wilden Natur, in seiner Rauheit und Weite ist einer der großen Sehnsuchtsorte des Malers und Druckgrafikers Peter Lang. Seinen Traum, die Insel mit dem Boot zu umrunden, alle Fjorde zu erkunden, die satten Farben und die beeindruckenden Felsformationen vom Wasser aus zu erleben und zu Papier zu bringen, erfüllte er sich 2021. Ein ebenso gewagtes wie geglücktes Unterfangen. Seine auf See entstandenen Werke fanden hier zu Lande hohe Anerkennung.

Ende Mai 2024 kommt Peter Lang wieder von einer längeren Malreise von Island zurück und präsentiert seine Arbeiten in der Einzelausstellung „Fernweh“ in der Galerie Art Affair. Die Eröffnung mit Künstlergespräch, moderiert von Christopher Seidl, findet am 6. Juni 2024 um 19 Uhr statt. Die Ausstellung läuft bis zum 26. Juni 2024.

Peter Langs Malerei im Spannungsdreieck zwischen romantischer Grundsehnsucht, altmeisterlicher Technik und hochmoderner Abstraktion

Landschaften sind das zentrale Sujet in Peter Langs Malerei. In nahezu abstrakten Bildern verdichtet er das Erlebnis der vom Menschen unberührten Natur in Malerei, Zeichnung und Druckgrafik. Dominantes Strukturelement ist für Peter Lang die Linie. Seine Malerei wirkt minimalistisch reduziert, ist aber hochkomplex in der Technik und in ihrer Bildwirkung. In altmeisterlicher Manier mit selbst hergestellter Eitempera bereitet er den Malgrund vor. Eigelb, Leinöl und Wasser dienen als Bindemittel für die Pigmente, die in mehreren Schichten lasierend aufgetragen eine enorme Leuchtkraft entfalten.

Im zweiten Schritt trägt Peter Lang die Farbe mittels einer Schnur auf die Leinwand auf. Er zupft sie quasi auf die Leinwand. Diese Schlagschnurtechnik hat sich der Künstler vom Maurerhandwerk abgeschaut und für sich perfektioniert. Aus der Vielzahl der horizontalen Linien entsteht im Zusammenspiel mit der lasierten Hintergrundfläche eine abstrakte Komposition: Farben, Flächen, Licht, Schatten, Horizont, Landschaft. Je länger der Blick auf dem Bild ruht, desto intensiver entfaltet es seine Wirkung. Der Betrachter wird dazu verführt, sich in zunehmendem Maße als Teil der Landschaft zu empfinden.

Peter Langs avantgardistisches Skulpturenprojekt „SKER“ im Sprengel Museum Hannover: Teamworking mit den Robotern Iva und Swathi

Die zerklüftete Küstenlandschaft Islands diente Peter Lang auch als Inspiration für sein 2022 verwirklichtes Projekt „SKER“. Mittels einer VR-Brille wurden die Grundlagen für das Werk im virtuellen Raum zeichnend kreiert, von den Mitarbeitern der FIT AG, additive tectonics, mit Hilfe von Algorithmen zu einem dreidimensionalen Flächenmodell weiterentwickelt und als Datensatz für zwei Roboter bereitgestellt. In einer Performance im Sprengel Museum in Hannover wurde die Plastik „SKER“ Realität. Roboter Iva mischte die Farbe, Roboter Swathi fertigte aus einer Art Flüssigholz Schicht für Schicht das Kunstwerk. Aus 230 Kilometern Druckstrecke wurde eine zwei Meter hohe, rund dreieinhalb Tonnen schwere und mit einem Umfang von 23 Metern gigantische Plastik geformt. Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museums in Hannover, sieht die wegweisende Bedeutung von „SKER“ darin, dass in diesem großen Feldprojekt die Möglichkeiten der künstlerischen Darstellung durch die Zusammenführung von Forschung und Technik, Wissenschaft und Kunst grundlegend erweitert wurden.

 „SKER“ war sieben Wochen lang im Sprengel Museum in Hannover und u.a.  in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin zu sehen und im Juni 2024 wird ein Teil davon auch in der Galerie Art Affair ausgestellt sein. Wieder eine der feinen Besonderheiten, für die die Galerie Art Affair so geschätzt ist.

Peter Lang: Vestan Brim, Öl und Acryl auf Leinwand, 180 x 220 cm, 2018

Art Affair
Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 11.00-13.00 und 14.00-19.00 Uhr / Samstag: 11.00-18.00 Uhr
Neue-Waag-Gasse 2
93047 Regensburg
Und nach Vereinbarung: 0941 – 59 99 59 1

artspace Galerie Erdel
Vom 5. April bis zum 25. Mai 2024 feiert die Galerie Geburtstag!

Die Galerie Erdel darf auf 20 beglückende Kunstjahre zurückblicken und sich hoffentlich auf mindestens noch einmal so viele vor ihr liegende Jahre freuen. Wolf Erdel hat eine aussagekräftige Auswahl aus über 36 Einzelausstellungen und vier Themenreihen  zusammengestellt. Der Bogen reicht von den allerersten Ausstellungen mit Peter Wittmann, Ludwig Gebhard und Hélène de Beauvoir über Arbeiten von langjährigen regionalen Partner der Galerie wie Heiner Riepl, Peter Dorn, Astrid Schröder und Renate Christin bis hin zu internationalen Künstlern wie Zhao Bin, Lisa Beane, Juan Fernando de Laiglesia und Laurence Sartin. Besondere Stücke von starken Künstlerpersönlichkeiten.

Die Feier findet am Donnerstag, 25. April um 19 Uhr im artspace am Fischmarkt 3 statt. 

Franz Pröbster Kunzel
„auf den Punkt bringen“
13. Juni bis 10. August 2024

Franz Pröbster Kunzel ist gelernter Landwirt. Er kam nicht zur Kunst, sondern die Kunst kam zu ihm. Seine Arbeiten stellt er seit 1981 regelmäßig aus. 2010 wurde er mit dem Kulturpreis Bayern und 2013 mit dem Kulturpreis der Stadt Neumarkt / Oberpfalz geehrt.

Unter dem Titel „auf den Punkt bringen“ zeigt die Galerie Erdel im artspace am Fischmarkt 3 vom 13. Juni bis 10. August 2024 Acrylarbeiten, Tuschezeichnungen und Objekte.

In jedem Kunstwerk wird die Magie des Augenblicks sinnlich erfahrbar. Holz ändert mit der Zeit seine Farbe und Eisen oxidiert. So erleben wir das kontinuierliche Fließen der Zeit. Eine gewaltige Herausforderung, die lebendige Kraft der Natur in ein Kunstwerk zu fassen, die Außenwelt in den Innenraum zu holen mit all der Schönheit, Feinfühligkeit und Intensität, die die Fülle des Lebens in sich birgt.

Die Ausstellung wird am 13. Juni um 19.00 Uhr mit einer Performance des Künstlers eröffnet.

Am Sonntag, 7. Juli 2024 laden Franz Pröbster Kunzel und die Galerie Erdel zu einem Künstlergespräch im Atelier – open air im „Garten des Hl. Irrsinns“ in Forchheim (Freystadt/Opf.) ein. Beginn: 14 Uhr. Anmeldung über wolf@erdel.de

Franz Pröbster Kunzels Kunst

Franz Pröbster Kunzel arbeitet mit dem schwer fassbaren Phänomen der Zeit – der Einzigartigkeit in jedem Moment – und bildet das in vielfältiger Weise ab: Fein ziselierte Geflechte aus Draht und Weidenringen, Klanginstallationen mit Wasser, Lebensbretter mit einer Kerbe für jeden gelebten Tag, Steckbilder aus Holzstäben, seine sogenannten Pixelbilder.

Auf die Innenseiten von 135 Millionen Jahre alten Juraschiefersteinen malt er Linien und Punkte. Er sammelt sie im Frühjahr, hebt sie vom Boden auf, vom Frost gespalten und von der Erde bereitwillig freigesetzt. Das Aufheben ist für ihn ein Ritual des sich Verbeugens vor Mutter Erde. Mit seinen „Ackerlinien“ und den „Spuren des Säens“ setzt er seine individuelle Lebenszeit gegen die der Erdgeschichte. Diese philosophischen Gedanken erden ihn und setzen gleichzeitig einen Kontrapunkt zum Nützlichkeitsdenken. Franz Pröbster Kunzel macht das Eins-sein allen Lebens im Kosmos sinnlich erfahrbar.

Donnerstags und Freitags von 11.00-17.00 Uhr
sowie Samstags von 11.00-15.00 Uhr im artspace der Galerie Erdel, Fischmarkt 3, Regensburg zu sehen.
Individuelle Termine nach Absprache gerne möglich.
Ansprechpartner: Dr. Wolf Erdel
Tel.: 0941 – 70 21 94

artspace der Galerie Erdel
Fischmarkt 3
93047 Regensburg

Schaulager Erdel

Infos folgen.

 

Schaulager Galerie Erdel
Am Schallern 4
93047 Regensburg

GALERIE ISABELLE LESMEISTER
IN MOTION

Camille Hannah & Silvia Inselvini
25. April bis 15. Juni 2024

Die Ausstellung IN MOTION zeigt Werke von Camille Hannah (*1977 in Melbourne, Australien) und Silvia Inselvini (*1987 in Brescia, Italien). Beide Künstlerinnen zeichnen sich durch ihre einzigartige Gestik aus.

Camille Hannah malt mit Öl- und Polymer-Farben auf Plexiglas Bilder, die kunsthistorisch der Technik der Hinterglasmalerei zuzuordnen sind. Bei Hannah findet man jedoch eine komplett abstrakte Form des Farbauftrags und ihre Farbpalette mit weichen Erdtönen, pudrigem Rosé und Gold hebt sich deutlich von der Tradition ab. Sie fordert eine Wahrnehmung ihrer Kunst ohne Objektivierung, Unterordnung und Essentialisierung. Stattdessen sollen ihre Kunstwerke als Ausgangsbasis für eine neue und offenere Betrachtungsweise dessen, was als (Sinn-) Bild der Weiblichkeit verstanden wird, gesehen werden.

Auch in Silvia Inselvinis Kunst steht die Gestik, insbesondere die Wiederholung der immer gleichen Geste, im Vordergrund. Inselvini bringt dabei verschiedene Elemente in ein Zusammenspiel: Rhythmik, Gestik, Wiederholung und Singularität des Werkzeugs – das Bindeglied dazwischen: Zeit. In schier unendlichen gestischen Wiederholungen von Schraffuren trägt sie Tinte von Kugelschreibern lückenlos auf Papier auf. Die NOTTURNI, die hauptsächlich nachts entstehen, verkörpern so den unaufhörlichen Rhythmus, der die Unendlichkeit formt, den Inbegriff von Zeit.

GALERIE ISABELLE LESMEISTER
Untere Bachgasse 7
93047 Regensburg
Di-Fr 11.00-13.00 und 14.00-18.00 Uhr Sa 11.00-16.00 Uhr

Kunst- und Gewerbeverein
„GOK – Große Ostbayerische Kunstausstellung 2024“
13. April bis 19. Mai 2024

Vernissage: 12. April 2024 – 19.00 Uhr

Führungen VHS:  21. April und 12. Mai 2024 – 14.00 Uhr

Renate Christin
Hier fühle ich mich wohl, hier bin ich zuhause
8. Juni bis 7. Juli 2024

Renate Christin ist eine der ganz großen Gestalten der Kunstszene, nicht nur in Ostbayern, sondern durch ihre vielfältigen Kunstaktionen auch weit darüber hinaus.

Vom 8. Juni bis 7. Juli 2024 widmet ihr der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg eine Einzelausstellung. Unter dem Titel „Hier fühle ich mich wohl, hier bin ich zuhause“ zeigt die Künstlerin Arbeiten aus allen ihren Werkphasen: Malerei, Installation und Videoarbeiten.

Die Eröffnung findet am Freitag, 7. Juni 2024 um 19:30 Uhr statt. Es begrüßen Dr. Georg Haber, 1. Vorsitzender des Kunst- und Gewerbevereins, Dr. Astrid Freudenstein, Bürgermeisterin der Stadt Regensburg. Dr. Antonia Kienberger führt in das Werk der Künstlerin ein. Die Vernissage wird musikalisch von Karin Holzapfel auf der Gitarre und Fabian Kellermeier auf dem elektrischen Klavier umrahmt.

Am 16. Juni und 30. Juni 2024 führt Tony Kobler M.A. durch die Ausstellung. Beginn 14.00 Uhr. Anmeldung über VHS Regensburg oder direkt vor Ort. Im Anschluss an die Führungen findet ein Gespräch mit Renate Christin statt. Beginn ca. 15 Uhr.

Renate Christin ist eine Künstlerin, deren Werk sich seit über fünf Jahrzehnten aus der Neugierde an der Begegnung mit dem Ungewohnten entwickelt. Diese Freude am Entdecken und Heimkehren in ihre Heimat Regensburg führten zu unzähligen Reisen und Künstleraufenthalten in Europa und bis in die Innere Mongolei.  Zwei ihrer herausragenden Langzeitprojekte heißen „Straßen Europas“ und „Fremde / Freunde“.

Die Ausstellung bietet einen fundierten Überblick über die Entwicklung der Künstlerin: Politische Positionen, experimentelle Arbeiten in verschiedenen Medien, Malerei changierend zwischen Abstraktion und Figuration mit starker Suggestionskraft. Renate Christins Kunst ist assoziativ, spielt mit Archetypen wie etwa der Grundsehnsucht nach der Beheimatung des Menschen in sich wie auch in der Gesellschaft.

Renate Christins Weg als Künstlerin: Von Regensburg hinaus in die Welt – und immer wieder zurück

Renate Christin ist überaus unternehmungslustig, weltoffen, aufgeschlossen und neugierig. Ihr Weg als Künstlerin begann 1974 mit einer Einzelausstellung in der Kleinen Galerie in Bad Abbach. Eher ein Experiment als ein geplanter Karrierestart. Doch das ist typisch für Renate Christin. Sagt sie doch von sich selbst, dass sie die Dinge in ihrem Leben nicht suche, sondern dass die wesentlichen Ereignisse doch immer auf sie zugekommen seien. Dazu gehört aber in jedem Falle auch ein wacher Geist und die Spontanität, die gebotenen Gelegenheiten beim Schopfe zu packen.

Renate Christin besuchte die Internationalen Sommerakademien der Bildenden Kunst der Universität Haifa in Salzburg und Millstatt, 1980 studierte sie als Meisterschülerin bei Prof. Albert Bitran (Paris) und erhielt 1989 ein Stipendium für den Aufenthalt im „Virginia Center for the Creative Arts“ in den USA.

Ab diesem Jahr war sowieso alles anders. Mit dem Fall der Berliner Mauer waren auch die östlichen Länder Europas wieder freier zugänglich und Renate Christin machte sich auf den Weg. Führten sie ihre Reisen vorher nach Frankreich, Italien, Dänemark, nach Washington oder nach New York, so erkundete sie nun Länder wie Slowenien, Rumänien, die Ukraine, sogar bis in die Innere Mongolei erweiterte sie ihren Horizont und erfuhr die Donau bis ans Schwarze Meer. 2300 Flusskilometer – immer auf Frachtschiffen, den Blick ungeschönt auf die Realität gerichtet und die Augen offen für die Schönheiten des Lebens.

Renate Christins Kunst

Diese Offenheit spiegelt sich auch in Renate Christins Malerei wider. Ihre Arbeiten entstehen nicht an der Staffelei, sondern liegend, denn die Künstlerin möchte von allen Seiten an das Bild herantreten können. Der Perspektivenwechsel ist ihr wichtig. Im Modus des Spiels finden sich die Motive, intuitiv werden verschiedene Materialien miteinander in Verbindung gebracht, ergeben sich die Farbwelten. In diesen Momenten der tiefen Versenkung konzentriert sich ihr Schaffensprozess, kristallisiert sich die dominierende Bildfarbe heraus, setzt die Künstlerin die entscheidenden Akzente.

Müsste man Renate Christins Kunst mit einem Merkmal beschreiben, so wäre es bestimmt ihr besonderes Gespür für die Farbstimmung, mit denen sie ihre figurativ-abstrakte Malerei für die intuitive Interpretation des Betrachters öffnet. Gott sei Dank muss man das aber nicht, denn Renate Christins Kunstschaffen ist viel zu vielseitig, um auf einen Aspekt reduziert zu werden.

Renate Christins Lebenswerk im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e.V.

Der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg bietet genügend Raum, dieser Vielseitigkeit gerecht werden zu können. Ohne strikt chronologisch angeordnet zu sein, zeigt die Ausstellung die künstlerischen Entwicklung Renate Christins auf: Deutlich erkennbar an der Farbpalette von anfänglich in Erdfarben gehalten hin zu starkem, kräftigem Rot und Blau. Die Ausstellung spannt auch einen Bogen von früheren politisch und sozial motivierten Arbeiten wie z.B. „homeless people“ oder „Die vergessenen Frauen von Tusla“ über exemplarische Arbeiten aus den Langzeitprojekten „Straßen Europas“, zeigt Installationen aus den Serien „Gemeinsames Haus Europa“ bis hin zu ganz aktuellen Werken. In der Ausstellung sind auch Videoarbeiten zu sehen. Frühe Keramikarbeiten setzen einen spanungsreichen Kontrapunkt zur Malerei.

Renate Christin: Haus mit Garten, Mischtechnik, 115 x 125 cm, 2016 / 2024

Kunst- und Gewerbeverein
Ludwigstraße 6

93047 Regensburg

Neuer Kunstverein
… like a garden full of snow // Josef Köstlbacher
19. April bis 19. Mai 2024

Josef Köstlbacher ist Maler und Grafiker, er lebt und arbeitet in München.
Der neue Kunstverein Regensburg zeigt aktuelle Werke des Künstlers. Köstlbacher nutzt die Fähigkeit von Bildern, Emotionen zu erzeugen, zu manipulieren, Unvereinbares zu verbinden, Groteskem Schönheit und dem Augenblick Dauer zu verleihen, Fährten zu legen, zu enthüllen oder zu verschleiern, den Blick zu lenken oder zu verwirren …
Malerei ist für ihn ein ewiges Experiment, in dem diese Möglichkeiten erforscht und angewandt werden um sich ein Bild von der Welt zu machen. Ein zentrales Thema in diesem Prozess ist die Sammlung als Methode und Motiv. Ihn interessiert wie Bilder in unterschiedlichen Kombinationen miteinander kommunizieren, wie aus ihrer Nachbarschaft eine eigene Sprache entsteht.
Im ersten Raum der Ausstellung sind Bilder aus der Serie Synoden zu sehen, einer fortlaufende Sammlung von Skizzen, Studien und Siebdrucken, die sich über unterschiedlich kombinierbare Leinwände ausbreiten und die Möglichkeit bieten mit einer unendlich erweiterbaren Anzahl von Bildern zu experimentieren.
Der zweite Raum zeigt aktuelle Werke, darunter Gemälde aus Studienaufenthalten in Paris und Trondheim.

Öffnungszeiten: Fr: 18.00 bis 20.00 Uhr, Sa und So: 14.00 bis 18.00 Uhr

Neuer Kunstverein Regensburg
Schwanenplatz 4
93047 Regensburg

KunstvereinGRAZ
Neueröffnung mit „Dark Entries“
13. April bis 27. April 2024

Gut neun Monate stand der KunstvereinGRAZ wieder auf der Straße, nachdem er seine Räumlichkeiten in der Oberen Bachgasse verlassen musste. Nun hat der rührige Verein um die Vorstände Jörg Haala und Vincent Pollak in der Roten-Hahnen-Gasse wieder eine Adresse für Ausstellungen und Kunstaktionen jeglicher Couleur. Denn ABGEGRAZT WIRD SPÄTER…
Zunächst wird es aber schwarz, oder zumindest dunkelgrau: „Dark Entries“ wird das diesjährige Programm des GRAZ am 13.04. um 19 Uhr eröffnen. Die von Barbara Muhr und Sofia Seidl kuratierte Schau zeigt fünf junge Positionen, die sich mit allen Schattierungen des Abgründigen, Unheimlichen und Abjekten auseinandersetzen. Es geht um die Angst oder auch den Reiz sich auszumalen, welche Parallelwelt uns meist verborgen bleibt, was in dunklen Ecken lauert und hinter verschlossenen Türen stattfindet. Die ausstellenden Künstler und Künstlerinnen sind Johannes Steubl, Cinzia Villa, Katharina Ganslmeier/Markus Genzwürker, Dominik Franke und Laura Schälike. Am Eröffnungsabend um 21 Uhr werden zudem Simon Festner und Kaamosydin ein sphärisches Geflecht aus Klang und Bild weben. Bei ihrem im letzten Jahr entstandenen Projekt ,,vanishing nails“ werden die erlebten Höhen und Tiefen aus Vergangenem zusammengeführt und live hör-, spür- sowie sichtbar gemacht.
Die Ausstellung läuft bis 27.04. mit regulären Öffnungszeiten und ist anschließend noch bis 19.05. im Schaufenster einzusehen.

Öffnungszeiten: Freitag /Samstag, 17.00 Uhr – 19.30 Uhr und nach Vereinbarung

KunstvereinGRAZ
Rote-Hahnen-Gasse 6
93047 Regensburg

donumenta ART LAB on the Move
Neue Durchblicke, neue Ausblicke, neue Einblicke
donumenta bringt Kunst in die Stadtteile / Intervention in Königswiesen
Ausstellungszeitraum: 04. Mai bis 23. Juni 2024

Anfang Mai wird der Theodor-Heuss-Platz in Königswiesen durch das donumenta ART LAB on the Move neu in Szene gesetzt. Dahinter steckt das Team donumenta e.V. – „Wir bringen Kunst zu den Menschen“ lautet der Anspruch der Kunstvermittler*innen um Kuratorin Regina Hellwig-Schmid.

Denkanstoß und Atmosphäre
donumenta ART LAB on the Move heißt das neue Konzept für Kunst im öffentlichen Raum. Nach fünf Jahren am Hauptbahnhof setzt der donumenta e.V. jetzt auf Kunst und Dialog im öffentlichen Raum der Regensburger Stadtteile. Während das Zentrum der UNESCO Welterbestadt stark frequentiert ist, fehlen den Menschen in den Stadtteilen Begegnungsräume. Der donumenta e.V. schafft mit einem von Künstlerinnen gestalteten mobilen Kunstraum Atmosphäre und Dialog. Bis zum Abbau lädt der donumenta e.V. die Nachbarschaft am Theodor-Heuss-Platz jeden Samstag um 11:00 Uhr zu einem Treffen ein.

Papierstapel, Cutter und Lineal
Das Stadtteilexperiment des donumenta e.V. startet mit einem Werk der Dresdener Künstlerin Patricia Westerholz. Mit maximal dimensionierten Cut-Outs setzt Westerholz auf Interaktion und Begegnung mit ihren Werken. Sie leben von der Perspektive und sehen aus jedem Blickwinkel anders aus. „Papierstapel, Cutter und Lineal sind meine am häufigsten benutzte Werkzeuge“, sagt die Künstlerin Patricia Westerholz. Ihr Werk wechselt zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, zeigt Strukturen und Schichtungen. Papier sei über viele Jahrhunderte in der Menschheitsgeschichte Träger von Information und somit „die wesentliche formale und gestalterische Matrix“, so Westerholz– In diese Matrix, einem Stapel Papier, schneidet die Künstlerin ihre Bildinformation hinein und schafft neue Durchblicke, neue Ausblicke und neue Einblicke.

Wie denkt ein Berg?
Speziell für Königswiesen, den Theodor-Heuss-Platz und den Kunstraum des donumenta ART LAB on the Move, entwickelte Patricia Westerholz ihre Arbeit „THINKING LIKE A MOUNTAIN“ („Zu denken wie ein Berg)“.  Bei jeder Umrundung und bei jeder Begegnung scheint sich das Werk zu verändern und neue Durchblicke in den öffentlichen Raum freizugeben.

Inhaltlich bezieht sich „THINKING LIKE A MOUNTAIN“ auf einen Begriff von Aldo Leopold. In seinem Buch „A Sand County Almanac“ formuliert er eine neue Art des Denkens, des Bewusstseins und der Reflexion. Konkret fordert er einen ganzheitlichen Blick auf das Ökosystem ein. Patricia Westerholz übersetzt dieses Zitat durch die Schichtung der einzelnen Buchstaben (THINKING LIKE A MOUNTAIN) und schafft hier eine veränderte Wahrnehmung auf den Theodor-Heuss-Platz.

Zur Person:
Patricia Westerholz ist in Landshut geboren, studierte an der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden, war Meisterschülerin bei Ulrike Grossarth, Dozentin, Hochschullehrerin und Kunsterzieherin. Patricia Westerholz zeigt ihr Werk in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, speziell im öffentlichen Raum und als Kunst am Bau. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Dresden.

Eröffnung mit Oberbürgermeisterin
„Zu denken wie ein Berg (THINKING LIKE A MOUNTAIN)“ wird am 3. Mai 2024 um 11:30 Uhr von Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Eigentümer und Immobilien-Verwalter Stadtrat Christian Janele sowie Regina Hellwig-Schmid, der künstlerischen Leiterin des donumenta e.V. eröffnet. Die Künstlerin Patricia Westerholz wird anwesend sein.

Samstagstreffen: 11:00 – 13:00 Uhr:
11.5., 18.5., 25.5., 1.6., 8.6.,15.6., 22.6.

galerie konstantin b.

Infos folgen

galerie konstantin b.
Am Brixener Hof 11
93047 Regensburg
Telefon: 0179 322 00 64

schmuck galerie hannah rembeck

Aktuell keine Ausstellung.

schmuck galerie hannah rembeck
hinter der Grieb 9
93047 Regensburg

Kunstkontor Westnerwacht

Infos folgen.

KUNSTKONTOR WESTNERWACHT
Emanuel Schmid M.A.
Weintingergasse 4
93047 Regensburg

Außerdem:

KUNSTRAUM Sigismundkapelle
zum Jahresthema „Auf Tuchfühlung/ up close and personal“ 2024
Stefan Schindler DAS NEUE VOLK

Vernissage: Dienstag, 14. Mai 2024, 19:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 15. Mai bis 08. Juni 2024

Einige der vorwiegend in Eichenholz gearbeiteten Skulpturen des Nürnberger Holzbildhauers Stefan Schindler im KUNSTRAUM Sigismundkapelle zeigen eine Art „Kopfbedeckung“, die an eine Krone oder an Antennen erinnert. Gerade diese Antennen für ein anderes Bewusstsein, besitzen viele Angehörige dieses „neuen Volkes“.

Die Figuren, man kann schwer bestimmen, ob sie weiblich oder männlich sind, sind noch in kokon-ähnlichen Gewändern verpuppt oder eingehüllt. Sie befinden sich also in Entwicklung.

Aber das Wichtigste, eben jene Antennen, die aus ihrem Innern kommen, haben sie bereits ausgebildet.

Die Skulpturen zeigen den Zustand des Phönix, der, bereits zur Asche zerfallen, darauf wartet, sich wieder zu erheben. Also den Zustand zwischen „Kreuzigung“ und Auferstehung.

Der Holzbildhauer Stefan Schindler ist 1981 geboren und aufgewachsen in Bechhofen an der

Heide, Mittelfranken. Nach einer handwerklich-künstlerischen Ausbildung an der Staatlichen Berufsfachschule-Schule für Holzbildhauer in Oberammergau, rundete Stefan Schindler seine Fertigkeiten als Bildhauer an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und an der renommierten Akademie der Schönen Künste in Krakau ab. Seit 2011 ist Schindler als freischaffender Bildhauer selbstständig. Er erhält Auftragsarbeiten von international agierenden Künstlern und ist Lehrbeauftragter für Holzbildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und stellt regelmäßig aus. Seit 2012 hat er sein eigenes Atelier in Nürnberg.

Stets dem Werkstoff Holz treu geblieben, fühlt Stefan Schindler sich einer „konservativen“ (im Wortsinn zu verstehenden), also bewahrenden Haltung verbunden, die allein das Ziel hat, die Menschen zu erreichen. Seine Absicht ist es, den Zustand des Menschseins, vielmehr dessen, was jenseits davon passieren könnte, darzustellen. Es geht dabei weder um das anatomische Abbilden noch um pure Abstraktion. In der Mitte, in der sehr viel Platz ist, fühlt Stefan Schindler sich sehr wohl. Immer noch in permanenter Entwicklung, und, frei von aktuellen Trends und zeitgenössischen Strömungen, sucht und findet der Bildhauer immer wieder neue Wege, das Alte zu bewahren und das Neue zu integrieren. Es geht um das ewig Gültige, frei von Form und Zeit.

 

Foto von Ulrich Matz

KUNSTRAUM Sigismundkapelle
im Innenhof des Thon-Dittmer-Palais
Haidplatz 8
93047 Regensburg
Öffnungszeiten Mi-Fr: 17:00-19:00 Uhr, Sa: 11:00-16:00 Uhr

Städtische Galerie im Leeren Beutel
MARIA MAIER – bis jetzt
Städtische Galerie Leerer Beutel
24. Februar bis 20. Mai 2024

(Eröffnung Freitag, 23.02.2024 um 18:00 Uhr)

Im Draußen das Eigene suchen – damit ist ein zentraler Impuls der künstlerischen Motivation Maria Maiers seit rund vier Jahrzehnten benannt. Dieser Impuls war der Anlass für ihre zahlreichen Studienaufenthalte – einige als Artist in Residence – und ihre ausgedehnten Reisen in mehr als 30 Länder.

Schon vor dem Beginn ihres Studiums von Kunstpädagogik und Kunstgeschichte im Jahr 1975 lebte die 1954 in Amberg geborene Künstlerin in Regensburg, der Stadt, mit der sie familiäre Wurzeln verbinden. In den Jahren als freischaffende Künstlerin ist sie zu einer künstlerisch-kulturellen Repräsentantin ihrer Heimat geworden.
Wenn sie vor Ort auch alles andere als eine Unbekannte ist, so zeigt die Retrospektive neben typischen Arbeiten neueste Werke und vielfach Unbekanntes, wie beispielsweise frühe Malerei. Einzelnen ihrer umfangreichen Serien wird der angemessene Platz eingeräumt. Die Ausstellung ist Rückblick und aktueller Einblick zugleich.

Die Neugier auf frische Eindrücke und neue Materialien war stets Teil ihrer künstlerischen DNA. Aber der Rückblick zeigt nun ebenso die Kontinuitäten, die sie sich besonders in ihrem malerischen und grafischen Zugriff bewahrt hat. Schon in ihrer frühen Malerei stellte sich Maria Maier in die Reihe der Künstlerinnen und Künstler, die die mit der Oberpfalz verbundene, im Barock wurzelnde Synthese aus Figuration und Abstraktion pflegten und pflegen, eine Synthese, die wiederum im Tachismus erste fröhliche Urstände feierte. Sozusagen ein früher Neoexpressionismus. Eine Prägung, die Maria Maier nie leugnen wollte. Ganz im Gegenteil zählte sie Künstler wie Asger Jorn oder Willem De Kooning immer zu ihren Lieblingseinflüssen, und ebenso die mit der Oberpfalz verquickten Gruppen SPUR/Geflecht etc. Ihre Lehr- und Studienjahre lagen zudem in der Zeit des dann tatsächlich so benannten Neoexpressionismus, der Zeit der Neuen Wilden. Außerdem besitzt die Künstlerin nicht zufällig eine kleine, für sie aber ungeheuer bedeutende Sammlung archaischer Skulpturen aus Südostasien.

Seit Anfang der 1990er Jahre kombiniert Maria Maier Fotografie mit Malerei oder Zeichnung oder Siebdruck. Dabei geht es ihr bei der Collage nicht um irgendeine Technik, sondern um eine Grundhaltung. Nämlich um die Neigung zu heterogenen Elementen, zu einer Durchdringung von natürlichen, einerseits spontanen und andererseits gesellschaftlich vermittelten, quasi fertigen Formen. Es geht Maria Maier um die Spannung zwischen Fundstück und Artefakt. Neben dem Prinzip Collage ist die Arbeit der Künstlerin von der Zeichnung geprägt. Bei allen thematischen Wandlungen bleibt das lineare Element bestimmend. Das gilt nicht zuletzt für die Malerei und wird in der Fotografie lediglich besonders augenfällig.
Ihren unerschöpflichen Kernthemen ‚Zeit‘ und ‚Raum‘ konnte sie mit diesen Prinzipien am besten gerecht werden.

Auch zwei Etagen der städtischen Galerie nehmen nur einen Bruchteil des Maier`schen Oeuvres auf. Weitere Stationen der Retrospektive sind Ingolstadt, Neumarkt, Speyer, Deggendorf und Pilsen. Dort wird keine lediglich verringerte Auswahl präsentiert, sondern eine jeweils anders gewichtete Zusammenstellung. So dass sich für die am Werk Maria Maiers Interessierten eine Kunstreise zu den folgenden Ausstellungsorten lohnen dürfte.