Kunstkontor Westnerwacht

Josef Oberberger
DIE KUNST IST OFT EIN GROSSER ÄRGER, DOCH NICHT BEI JOSEF OBERBERGER

Der virtuose Zweizeiler des Lyrikers Eugen Roth (1895-1976), der dieser Ausstellung auch den Titel gibt, drückt das profane Schaffen Josef Oberbergers als Zeichner und Maler in präziser Kürze und Deutlichkeit aus: neben den ernsten Monumentalwerken religiöser Glaskunst, die man in den Kathedralen von Luxemburg über Washington bis Regensburg bewundern kann, gibt es auch die kleinen mobilen Arbeiten auf Papier und Glas (sog. Kabinettscheiben). Hier zeigt sich ein heiterer, schalkhafter Künstler, ein Homo Ludens, der mit scheinbarer Leichtigkeit und tiefgründigem, aber hell und licht wirkenden Humor Szenerien unser aller Lebenskomödie umschreibt und feinsinnig bis deftig kommentiert – kleine Kostbarkeiten der Sinnenfreudigkeit, Zen-Meditationen über allzu Menschliches, Spirituelles und Erotisches, meisterhaft mit Pinselschwung zu Papier und auf Glas gebracht!

Kurzer Lebenslauf von Josef Oberberger (1905-1994):

Studium und ab 1946 bis 1974 Professor an der Münchner Kunstakademie, Meisterschüler von Olaf Gulbransson und lebenslange Freundschaft mit diesem; bedeutender, auch international tätiger Kirchen-Glasmaler; letzter Höhepunkt seines Schaffens ist die 1982 bis 1989 erfolgte umfassende Vervollständigung des Regensburger mittelalterlichen Domfenster-Bestandes. 1969 Kulturpreis Ostbayern, 1978 Kulturpreis der Stadt Regensburg, 1980 Schwabinger Kunstpreis der Stadt München, 1981 Bayerischer Verdienstorden, 1983 Poetentaler der Münchner Turmschreiber, 1986 Bayerischer Maximiliansorden für Kunst und Wissenschaft.

Ausstellung:
28. Juni – 4. Oktober 2025

KUNSTKONTOR WESTNERWACHT
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93047 Regensburg

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